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Als Ersterwähnung von Hartmannsdorf gilt eine Urkunde vom 4. Juli 1510, ausgestellt in Ketschendorf (Rep. 8 Fürstenwalde U 21).
In der Urkunde steht noch von „Hartensdorf“ geschrieben, was möglicherweise ein Hinweis auf den Gründer des Ortes sein könnte.

Eine andere Quelle weiß von der ersten urkundlichen Erwähnung auf das Jahr 1318 datiert. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, das hier vor langer Zeit schon wendische Siedler wohnten. Als Beispiel hierfür könnte gelten, das 1884 auf der anderen Spreeseite in Sieverslake wendische Urnen gefunden wurden.

Ab 1650 zählt Hartmannsdorf als Vorwerk zum Amt Stahnsdorf. Die Einwohner betrieben damals hauptsächlich Fischerei und Landwirtschaft. Mit der Friederizianischen Kolonisation im Jahre 1769 wurde etwa 1 km vom Gute Hartmannsdorf eine Kolonie, bestehend aus 6 Häusern, errichtet, der heutige Ortsteil Neu Hartmannsdorf.Offenbar um den Neu-Bauern, zum großen Teil Kolonisten aus Süddeutschland und Sachsen, einen guten Start zu ermöglichen, erhielten sie auf Staatskosten jeweils eine Kuh geschenkt.

Seit etwa 1923 gab es elektrischen Strom und seit 1924 fuhr regelmäßig ein Postbus zum Bahnhof Fangschleuse, der auch Personentransporte übernahm. Das erste Auto im Dorf gehörte dem Milchkutscher, ein 16 Ps leichter Opel-Laster. 1937 vereinigte man Alt- und Neu- Hartmannsdorf zur Gemeinde Hartmannsdorf.

Traurige Berühmtheit erlangte Hartmannsdorf in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges. In einem Massaker der SS wurden 16 Zivilisten des Ortes, Frauen, Kinder und Greise, bestialisch ermordet. Ein Denkmal in der Lindenallee ist diesen Opfern des 21./22. April 1945 gewidmet.

Über das heutige Hartmannsdorf sagt Bernhard Baumann, der seit 1998 ehrenamtlicher Bürgermeister ist:„Bis zum Jahr 2003 war Hartmannsdorf eine selbständige
Gemeinde, danach wurden wir Ortsteil der Gemeinde Spreenhagen.